Aus der Klinik - Aktuelles
Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage !
Seit September 2025 ist die Wilhelm-Griesinger-Schule für Pflegeberufe an der LVR-Klinik Köln Teil des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.
Der Beitritt zum Netzwerk ist eine Selbstverpflichtung für alle Menschen, die an der Schule lernen, lehren oder arbeiten. Damit ist jede und jeder verpflichtet, für ein offenes Klima an der Schule, in dem sich alle wohlfühlen, einzutreten und keine Form von Rassismus und Diskriminierung zu tolerieren.
Aktiv gegen Diskriminierung
Das Logo neben der Eingangstür mach sichtbar: Hier setzen sich alle aktiv gegen Diskriminierun-gen, insbesondere Rassismus, ein. Schauen nicht weg – sondern setzen sich aktiv mit Situationen auseinandersetzen. Dazu gehört u.a. die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, körperlicher Merkmale, der sexuellen Orientierung, der politischen Weltanschauung, der Religion oder anderer möglicher Faktoren.
In einer geheimen Abstimmung haben sich 94% der Schulmitglieder für folgende Selbstverpflichtung ausgesprochen:
1. Ich setze mich dafür ein, dass meine Schule nachhaltige Projekte, Aktionen und Veranstal-tungen durchführt, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.
2. Wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, dann wende ich mich dagegen, spreche dies an und unterstütze eine offene Auseinandersetzung, damit wir gemeinsam Wege finden, einander respektvoll zu begegnen.
3. Ich bin aktiv, damit meine Schule jedes Jahr Projekte gegen alle Formen von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, durchführt.
(Quelle: Schule-ohne-Rassismus.org)
Prof. Dr. Gouzoulis-Mayfrank - Aufnahme in Liste "Gute Ärzte für mich"
Wir freuen uns, dass unsere Ärztliche Direktorin Frau Prof. Dr. Gouzoulis-Mayfrank auch in diesem Jahr wieder in der Ärzteliste 2025 des Magazins Stern „Gute Ärzte für mich“ in den Bereichen Abhängigkeitserkrankungen und Schizophrenie aufgenommen wurde.
Basis ist eine aufwendige und mehrstufige Recherche, bestehend aus Medizinjournalisten und Datenbankspezialisten. Dazu wird die Zahl der Einträge in der Fachdatenbank "Pub-Med" aus den vergangenen fünf Jahren, die Befugnis zur Weiterbildung, besondere Kennt-nisse, Erfahrungen und auch Zertifikate betrachtet. Behandlungszahlen und Erfahrungsberichte komplettieren die Recherche.
Prof. Gouzoulis-Mayfrank konnten in diesen Bereichen dank Ihrer anerkannten und hervorragenden Leistungen überzeugen. Das freut uns sehr.
Neue Chefärztin in der Abteilung Forensische Psychiatrie I - Dr. Barbara Decker
Seit dem 01. Januar 2025 ist. Dr. med. Barbara Decker. die neue Chefärztin der Abteilung für Forensische Psychiatrie I der LVR-Klinik Köln.
Zur Person: Dr. Barbara Decker wurde in Bogotá/Kolumbien geboren und wuchs im Sauerland auf. Nach dem Studium der Humanmedizin an der Eberhard-Karls Universität Tübingen begann sie ihre Tätigkeit als Assistenzärztin in der LVR-Klinik Langenfeld. Im Oktober 2018 erlangte sie den universitären Health Care Manager an der University of Salzburg Business School. Ab Januar 2019 arbeite sie auf der Krisen- und Aufnahmestation der forensischen Abteilung II in der LVR-Klinik Langenfeld. Nachdem sie ab September 2020 dort als Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie tätig war, wechselte sie im Oktober 2021 in die LVR-Klinik Viersen und arbeitete dort als Oberärztin in der Jugendforensik. Ab Mai 2023 wirkte sie dort als Ltd. Oberärztin in der forensischen Abteilung I mit.
Im Rahmen Ihrer Tätigkeit hat Frau Dr. Barbara Decker fundierte Kenntnisse über die gesamte Breite, die Komplexität und die Herausforderungen des Faches Psychiatrie erworben, insbesondere im Bereich der forensischen Psychiatrie. Neben dem Erwerb der Zusatzbezeichnung Suchtmedizinische Grundversorgung verfügt sie zudem über die Weiterbildung zum Schwerpunkt Forensik und ist als Gutachterin tätig.
Neue Chefärztin in der LVR-Klinik Köln - Priv.-Doz. Dr. med. Tanja Veselinović
Seit dem 01. Dezember 2024 ist Priv.-Doz. Dr. med. Tanja Veselinović, M.Sc. die neue Chefärztin der Abteilung für Allgemeine Psychiatrie II der LVR-Klinik Köln.
Zur Person: Priv. Doz. Dr. Tanja Veselinović wurde in Pforzheim geboren. Nach dem Studium der Humanmedizin an der Universität Belgrad (Serbien) und Bonn begann sie ihre Tätigkeit in der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Universitäts-klinikums RWTH Aachen. Ab der Anerkennung als Fachärztin für Psychiatrie und Psycho-therapie 2012 wirkte sie dort als Oberärztin. Im Jahr 2020 erlangte sie ihre Habilitation und erhielt die Venia Legendi (Lehrbefugnis) für das Fach Psychiatrie und Psychotherapie durch die Medizinische Fakultät der RWTH Aachen. 2022 erwarb sie zusätzlich mit dem Abschluss des Studiengangs Medical Data Science an der RWTH Aachen den akademischen Grad Master of Science.
Im Rahmen der langjährigen klinischen Tätigkeit hat Frau Dr. Veselinović fundierte Kennt-nisse über die gesamte Breite, die Komplexität und die Herausforderungen des Faches Psychiatrie erworben. Besondere Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen im Bereich der perso-nalisierten Psychiatrie und Psychotherapie, der klinischen Psychopharmakologie sowie der rechtlichen Aspekte des Faches. Neben der klinischen Tätigkeit bringt sie eine umfassende Erfahrung in der medizinischen Lehre mit. Aus ihrer vielseitigen Forschungsaktivität ist eine Vielzahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen hervorgegangen. Ferner hat sie meh-rere Buchbeiträge verfasst. Zu den zentralen Bereichen ihrer Forschungsarbeiten gehören u.a. Untersuchungen betreffend die neurobiologischen Grundlagen psychischer Erkrankun-gen sowie psychopharmakologische Fragestellungen. In den letzten Jahren liegt ihr wis-senschaftlicher Interessenschwerpunkt auf der Erforschung der Möglichkeiten der Nutzung digitaler Technologien in der Versorgung von PatientInnen mit psychischen Erkrankungen. Zusammen mit ihrer Arbeitsgruppe im Lehr- und Forschungsgebiet Digital Mental Health verfolgt sie in den fortlaufenden Projekten das Ziel, die technischen Errungenschaften für die Verbesserung der psychischen Gesundheit zu nutzen und die fortschreitende Digitalisie-rung im Gesundheitswesen und in der Gesellschaft aus fachlicher Sicht mitzugestalten.
PD Dr. Veselinović ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Prof. Dr. Euphrosyne Gouzoulis-Mayfrank übernimmt die Präsidentschaft der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. (DGPPN)
Zum Jahreswechsel tritt die Ärztliche Dirketorin der LVR-Klinik Köln das Amt der Präsidentin DGPPN an. Ihre klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen in der Behandlung von Menschen mit komplexen psychischen Störungen, zudem im Bereich der Suchtmedizin und der Versorgungsforschung. Als Fachliche Direktorin des LVR-Instituts für Forschung und Bildung ist sie außerdem spezialisiert auf die Entwicklung, Implementierung und Evaluierung innovativer Modelle der psychiatrisch-psychotherapeutischen Versorgung.
„Die psychiatrische Versorgung muss sich weiterentwickeln, um nachhaltig den Bedarf der Betroffenen zu decken“, erläutert die neue Präsidentin der DGPPN. „Immer mehr Menschen suchen wegen psychischer Beschwerden eine psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung. Der Versorgungsdruck in psychiatrischen Kliniken, Fachabteilungen und Praxen steigt. Wir brauchen deshalb dringend tiefgreifende Reformen der Versorgungsstrukturen. Als Präsidentin der DGPPN werde ich mich dafür einsetzen, dass wir an den richtigen Stellen Änderungen umsetzen, um zukünftig mehr Menschen mit psychischen Beschwerden bedarfsorientiert koordinierte Behandlungsangebote machen zu können.“
Euphrosyne Gouzoulis-Mayfrank kam 1979 aus Athen (Griechenland) zum Medizinstudium an die Universität Mainz; 1986 promovierte sie dort am pharmakologischen Institut. Ihre ärztliche Tätigkeit begann sie am Universitätsklinikum Freiburg, wo sie sich zur Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie sowie zur Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie qualifizierte. Am Universitätsklinikum Aachen war sie als Oberärztin tätig und habilitierte sich. 2003 wurde sie an die Universität Köln berufen. 2008 übernahm sie die Leitung der LVR-Klinik in Köln als Ärztliche Direktorin. Berufsbegleitend absolvierte sie den Studiengang Health Business Administration, den sie 2013 mit dem Master abschloss. Am LVR-Institut für Forschung und Bildung verantwortet sie seit 2016 als Fachliche Direktorin die Versorgungsforschung. Seit 2018 ist sie Mitglied des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde; 2022 wurde sie zur President Elect gewählt.
Für ihre Amtszeit als Präsidentin der DGPPN hat sich Euphrosyne Gouzoulis-Mayfrank insbesondere zum Ziel gesetzt, die Reformen der psychiatrisch-psychotherapeutischen Versorgung voranzutreiben. „Wir müssen sicherstellen, dass Versorgungsangebote dort zur Verfügung stehen, wo sie gebraucht werden und dass wir flexibel und dem Bedarf der Patientinnen und Patienten entsprechend behandeln können“, macht die Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie deutlich. „Dafür müssen sowohl die stationären als auch die ambulanten Strukturen und vor allem deren Finanzierung und Zusammenspiel reformiert werden. Das wird entscheidend für die Zukunft der Versorgung sein.“ Ein weiterer Schwerpunkt der neuen Präsidentschaft wird es sein, die Translation von Forschungsergebnissen in die Praxis zu verbessern, unter anderem durch eine schnellere Aktualisierung der Diagnostik- und Behandlungsleitlinien mittels digitaler Living Guidelines.
Euphrosyne Gouzoulis-Mayfrank übernimmt das Amt als Präsidentin der DGPPN zum 1. Januar 2025. Sie folgt damit auf Prof. Dr. Andreas Meyer-Lindenberg, der die wissenschaftlich-medizinische Fachgesellschaft die letzten beiden Jahre geleitet hat. Auch ihre Nachfolgerin steht bereits fest: Die Mitgliederversammlung hat am 28.11.2024 Prof. Dr. Sabine Herpertz zur President Elect gewählt. Sabine Herpertz ist Ärztliche Direktorin der Klinik für Allgemeine Psychiatrie am Universitätsklinikum Heidelberg und wird das Amt der Präsidentin 2027 von Euphrosyne Gouzoulis-Mayfrank übernehmen.
50 Jahre LVR-Klinik Köln!
Oktober 2024. Die LVR-Klinik Köln feiert ihr 50-jähriges Jubiläum. Gegründet wurde die LVR-Klinik Köln 1974 als eine Modelleinrichtung im Zuge der Psychiatrie Enquete. Sie steht für eine Patient*innennahe, gemeindepsychiatrische Versorgung.
Seitdem hat sie sich zu einer modernen Fachklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin entwickelt. Seit 2010 ist die Klinik akademisches Lehrkrankenhaus der Universität zu Köln.
Die Klinik übernimmt die psychiatrische Versorgung von etwa 510.000 Kölner Bürgerinnen und Bürgern und ist die größte psychiatrische Fachklinik der Stadt Köln. Mit 402 stationären Betten und 140 tagesklinischen Behandlungsplätzen werden jährlich etwa 10.000 Patientinnen und Patienten behandelt. Die Behandlung erfolgt wohnortnah am Hauptstandort in Köln-Merheim und in den Dependancen in Köln-Mülheim, Köln-Chorweiler und Köln-Bilderstöckchen. Zur Klinik gehört in Köln-Porz eine Maßregelvollzugseinrichtung (forensische Psychiatrie) für forensische Patienten des Landgerichtsbezirks Köln mit 210 Plätzen sowie eine Rehabilitationseinrichtung in Köln-Bilderstöckchen mit 26 Plätzen für psychisch kranke Erwachsene.
Am 06.11.2024 wird das Jubiläumsjahr mit einer offiziellen Feier gestartet.
Am 07.11. 2024 lädt die Klinik zu einem wissenschaftlichen Festsymposion ein: Entwicklungsperspektiven der Krankenhausbehandlung für psychisch erkrankte Menschen
Im Laufe des Jubiläumsjahres folgen Aktionen und Veranstaltungen. Sehen Sie hier unseren Jubiläumsfilm.